Schütze (22.11.-21.12): Chalcedon

Der Chalcedon ist eigentlich ein Name für eine granze Gruppe von Steinen der Quarzgruppe: Allen ist gemeinsam, daß sie mikrokristalline Struktur haben. Der eigentliche Chalcdon, von dem hier die Rede ist, ist weiß, grau oder zartblau bis dunkelviolblau. Er kommt als Knolle oder Spaltenfüllung vor.

Er kann gebändert oder wolkig trüb strukturiert sein. Berühmt wurde der Lace-Chalcedon aus Südafrika. er ist im Handel häufig zu finden.

Der blaue Chalcedeon kommt weltweit vor: Türkei, Namibia, Brasilien sind häufige Fundländer. In Europa finden sich in Rumänien (Trestia) schöne blaue Chalcdone, die schon seit der Zeit der Österreich-Ungarischen Monarchie berühmt sind. Hüttenberg in Kärnten lieferte einst den schönsten Chalcdon Österreichs. Er ist im Siderit eingewachsen und von herrlicher hellblauer Farbe.

Da dieser Quarz zäh und beständig ist und sich zudem gut polieren läßt, war er auch schon in alter Zeit bekannt und beliebtes Schmuckmaterial. Im Jugendstil und Art Deko erlebte er zudem eine gewisse Renaissance. Er ist keiner der großen Modesteine, hat aber immer wieder seine Freunde unter den Edelsteinliebhabern. Unser Bild zeigt einen makellos schönen blauen Stein aus Namibia.

Der Chalcedon wird durch Blauachat imitiert- dieser ist künstlich blau gebeizt!

 

Skorpion (24.19.-22.11.): Achat

Achat ist gebänderter Chalcedon. Er kommt in vielen Farben vor . In der Schleiferei hat er eine  eigene Tradition: Die Achatschleifer von Idar-Oberstein haben seit dem 16. Jahrhundert ihr Handwerk spezialisiert und zur höchsten Blüte erhoben. Die Kunst die grauen Achatrohsteine zu beizen und so Carneol- Grünachat, Blauacht oder Onyx herzustellen wurde als Betriebsgeheimnis lange gut gehütet.

Achat ist zäh robust und läßt sich hervorragend polieren. So stellt er ein herrliches Schmucksteinmaterial dar. Der Schleifer kann bei gebänderten Steinen viel von der schönen Zeichnung herausholen.

Bei Naturachat gleicht kein Stein den anderen. Er ist unverwechselbar.

Bei uns im Waldviertel gibt es achatähnliches, schön gebändertes Chalcedonmaterial in Langschwarza.

Das abgebildete Stück mit etwas Amethyst stammt aus Deutschland , Sachsen.

Waage (24.9.-23.10.): Rosa Turmalin

Der Rosa Turmalin ist eine der vielen Varianten des Elbait, des typischen Farbtumalins. Manchmal wird er auch Siberit genannt oder bei kräftigeren Farbton zum Rubellith, dem roten Turmalin gerechnet.

Reine Steine mit guten Farbe sind sehr wertvoll und begehrt. Da der Turmalin ein harter Edelstein ist, wird er seit langer Zeit in der Schmuckherstellung verwendet. Er ist kein Modestein, sondern hat seit ca. 50 Jahren seinen festen Platz im Edelsteinhandel.

Häufig wird er für Cabochons und Facettenschliffe verwendet. Es ist auch ein gerne verwendeter Kombinationsstein, der mit grünem Turmalin, Blautopas, Citrin, sowie Iolith oder Amethyst verwendet wird.

Unser Bild zeigt eine typisch Cabochon Farbreihe, wie sie gerne für bunte, fröhliche Schmuckstücke verwendet wird.

Da freut man sich auf einen farbenfrohen Herbst!

Jungfrau (24.8.-23.9): Beryll

Der gelbe Beryll (Goldberyll) gehört zu den edelsten Steinen. Er ist ein Bruder  des rosa Morganits und des gelbgrünen Heliodors, sowie des seltenen himbeerfarbigen Bixbit.

Sein schöner Glanz und die große Härte machen ihn zu einem begehrten Schmuckstein mit hohem Wert.

Meist kommt er aus Pegmatitlagerstätten Brasiliens oder Afrikas und ist oft auch von großer Reinheit. Er läßt sich hervorragend schleifen und polieren. Trotzdem ist er immer ein wenig im Abseits zu seinen berühmtesten Brüdern, dem grünem Smaragd und dem blauen Aquamarin.

Berylle können noch viele weitere Farben haben, vor allen Pastelltöne, die doch sehr modeabhängig sind. Derzeit ist der Gelbe Beryll eher wenig gefragt. Das kann sich aber schnell wieder ändern. Er wartet derzeit auf seinen großen Auftritt. Liebhaber schätzen den Beryll als brillanten Edelstein. Unser Beispiel zeigt ihn als Spiegelschliff, wie er in den 90er Jahren bis ca. 2005 gerade besonders modern war.