Krebs (22.6. - 22.7.) : Chrysopras

Der Chrysopras ist der wertvollste Stein der Chalcedongruppe. Seine Farbe verdankt er einer Beimengung von Nickel. Sein grüner Bruder ist der Prasopal, dessen Substanz aus nicht kristallisierten Quarz besteht.

Die Farbe kann von zartem bläulichgrün bis zu einem intensiven, dunklen Apfelgrün reichen. Steine ohne Risse und Matrix des Muttergesteins sind die wertvollsten und werden nach Gramm gehandelt. Die berühmten historischen Chrysoprase stammen aus Schlesien im heutigen Polen. Friedrich der Große von Preussen erkor ihn zu seinem Lieblingsstein und ließ seine Schlösser damit reich ausstatten. Er initiierte auch einen eignen Schliff für den lauchgrünen Edelstein, den "Friderizianischen Schliff", der unten ein Cabochon und oben eine große Tafel mit gekreuztenFacetten hat.

Das zarte Grün war neben rosa und himmelblau eine der Rokoko-Modefarben.

Heute werden die schönsten Chrysoprase in Tansanien und Australien gefunden.

In Nieder-Österreich finden findet man leider keinen Chrysopras, aber sehr selten den schönen grünen Chromchalcedon (Dietmannsdorf an der Wild), der seine Färbung tatsächlich Chromoxid verdankt. Mit diesem Metalloxiden beizt man auch künstlich helle graue Achate und erhält mit dieser Behandlung den berühmten Grünachat, der der Modestein der 1970er Jahre war.

Wie alle Chalcedone ist der Chrysopras zäh und hart, etwas spröde und poliert sehr gut. Dadurch ist er für Schmuckzwecke gut geeignet.

Er ist heute kein sehr viel verwendeter, aber alt bekannter Edelstein, der keinen großen Modeströmungen unterliegt.