Zwilling (21.5.-21.6.): Citrin

 

 

Der Citrin ist ein Kristallquarz. Er hat seine gelbe Farbe von Eisenoxiden. In der Natur finden sich zahlreiche Farbtönungen von zartgelb bis sattes weingelb. Es gibt Übergänge zum braunen Rauchquarz und zu farblosen Bergkristall, sowie Mischungen mit Amethyst, den sogenannten Amethrin. Übergänge zu grünen Quarzen bildet der Lemmoncitrin.

Zahlreiche prächtige Tönungen entstehen durch tradionelles Brennen von Amethyst, der dann hellgelbe bis orangerotbraune Farben zeigt. Man spricht im Handel von Goldcitrin, Palmyracitrin oder Madeiracitrin, ja nach Farbe.

Es sind die typischen Citrine des Handels und weit verbreitet.

Diese wertvollen Edelsteine werden heute in großen Mengen auf hydrothermalen Weg synthetisch hergestellt.  In geschliffenen Zustand sind synth. Citrine nur schwer identifizierbar. Darin liegt ein Hauptproblem. Es ist daher wichtig, beim Kauf auf kleine Naturmerkmale zu achten. Typische Einschlüsse und Farbverteilungen, wie sie nur bei künstlichen Steinen vorkommen, sind zu beachten, wenn man sicher sein will einen natürlich gewachsenen Citrin zu erwerben.

Viele Citrin werden bestrahlt und gebrannt. Aus manchen gelbbraunen Rauchquarzen lassen sich durch Brennen schöne goldgelbe Citrine gewinnen.

Grünlichgelbe Lemmoncitrine entstehen heute durch die oben genannte Prozesse meist aus aus natürlichen Quarzen. Auch hier ist eine eindeutige Identifizierung, ob es sich um einen natürlichen behandelten oder einen synth. Stein handelt,  sehr schwer und mit einfachen gemmologischen Methoden nicht möglich

Es gibt in der Natur tatsächlich auch grünlichgelbe Citrine, doch die sind eine Rarität. Zuletzt kamen schöne orangegelbe Naturcitrine aus dem Kongo.

Im Waldviertel finden sich helle, braungelbe Steine in Heidenreichstein, Brunn bei Dobersberg und selten auch in Langau.

Unser Foto zeigt einen typischen Citrin,der aus Brennen von brasilianischen Drusenamethyst entstanden ist.