Widder (21.3. - 20.4.): Carneol

Der orangefarbige bis bräunlichrote Chalcedon oder Achat wird Carneol genannt. Die schönsten Steine stammen aus Indien oder Botswana.

Carneol wird in großen Mengen aus weißem oder grauen Achat mit Hilfe von Eisenoxid gebeizt, dem er seine Farbe verdankt. Diese seit langen bekannte Technik wurde in Idar Oberstein perfektioniert. Die indischen Steine werden auch gerne erhitzt, um die Farbe mehr ins Orangerot aufzuhellen.

Carneol-Onyx hat zusätzlich weiße Bänder von Sard.  Meist ist der Carneol dem Achat zuzurechnen und entsteht wie dieser in Basalthohlräumen.

In China läuft das für Schnitzereien gerne verwendete Material auch fälschlich unter Jade.

Das ist gemmologisch und mineralogisch nicht korrekt und sollte vermieden werden, Jade eigentlich nur die Mineralien Nephrit und Jadeit bezeichnet.

Die Farbe des Carneol ist oft etwas fleckig und unregelmäßig. Diese kann durch Sonneneinstrahlung allmählich etwas ins Bräunliche kippen. Der nah verwandte Sarder ist aber überwiegend braun und nur leicht rötlich. Idealerweise sollte er wie herbstliches Laub aussehen.

Die wertvollste Farbe des Carneols ist ein schönes, flammendes Orange, das dem des Feueropals ändelt. Diese Steine werden auch recht hoch bewertet, wenngleich der Carneol bis heute ein vergleichsweise günstiger Edelstein geblieben ist. Er läßt sich gut schneiden und schön polieren, ist etwas spröde, aber zäh und hart (mikrokristalliner Quarz!) und widerstandsfähig und daher im Schmuck lange in seiner Schönheit beständig.